THÜRINGEN WIRD MODELLREGION FÜR BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG UND PRÄVENTION

Thüringen wird zur Modellregion für betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention. Die BARMER und die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V. (DGAUM) haben dazu das erste arbeitsmedizinische Modellvorhaben nach dem Präventionsgesetz, das Leuchtturm-Projekt „Gesund arbeiten in Thüringen (GAIT)“, auf den Weg gebracht. Gesundheitsministerin Heike Werner hat die Schirmherrschaft übernommen.

Zum Projekt: Im Fokus des Modellvorhabens „Gesund arbeiten in Thüringen (GAIT)“ steht die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Thüringen. Das große Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, um flächendeckend Beschäftigte und Betriebe besser und nachhaltig mit arbeitsmedizinischen Angeboten zu versorgen.
Es gilt, bestehende Möglichkeiten zur Prävention und Gesundheitsförderung bekannter zu machen und vorhandene Strukturen stärker zu vernetzen. Gemeinsam können Arbeitgeber und Betriebsärzte in Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten den Beschäftigten in Betrieben eine optimale und koordinierte Versorgung anbieten.
Davon profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Die Betriebe haben weniger krankheitsbedingte Ausfälle und bewährte Arbeitsabläufe können beibehalten werden. Ein gutes Gesundheitsmanagement bringt den Betrieben in der heutigen Zeit einen Imagegewinn. Die Beschäftigten können durch einen gesunden Arbeitsplatz besser ihrer Arbeit nachgehen. Sie nehmen das Plus an Gesundheit in ihre Freizeit mit, was wiederum den Erholungswert steigert und letztendlich Leistungsfähigkeit und Motivation im Job fördern kann.

Einladung: In einer Auftaktveranstaltung, am 6. April 2017 in der Landesvertretung der BARMER in Erfurt, Johannesstraße 164, wird das Projekt der Öffentlichkeit und Presse vorgestellt.
Die näheren Informationen entnehmen Sie bitte der GAIT-Homepage, dem Infoflyer sowie dem Programm.

Das Präventionsgesetz in der Praxis gestalten

Die DGAUM hat als wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft mit dem Krankenversicherungsunternehmen BARMER einen Kooperationsvertrag zur Umsetzung des im Jahr 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetzes geschlossen. Teil dieses Vorhabens ist die Realisierung eines Modellvorhabens nach § 20g SGB V, in dem auch telemedizinische Versorgungswege und internetgestützte Kommunikationsansätze erprobt werden sollen. Ziel ist vor allem die Verbesserung der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Thüringen unter Berücksichtigung des nationalen Gesundheitsziels „Gesund leben und arbeiten“, insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) in ländlichen und strukturschwächeren Regionen. Dabei sind folgende Handlungsfelder wesentlich:

  • Erhebung und Analyse des Ist-Zustandes der Betrieblichen Gesundheits-förderung (BGF) und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Thüringen aus Sicht insbesondere aller dafür notwenigen Akteure und Anbietern von BGF-/BGM-Maßnahmen.
  • Verbesserung der Qualität, Effizienz und Akzeptanz von BGF-/BGM-Maßnahmen in Thüringen.
  • Vernetzung von betrieblichem Arbeitsschutz und Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) mit anschließender Erarbeitung von Modellen und Maßnahmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der beiden Handlungsfelder.
  • Verbesserung der Vernetzung zwischen betrieblicher Versorgung und kurativ-medizinischer Versorgung in der Region zur Gestaltung eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Feld der Arbeitsmedizin und des Arbeitsschutzes.

Eine Konzeption von DGAUM und BARMER zum Modellvorhaben nach § 20g SGB V finden Sie hier.

Das neue Präventionsgesetz aktiv gestalten

Das neue Präventionsgesetz ist in Kraft und verpflichtet gerade die Akteure im Feld der Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit dazu, das Gesetz mit Leben zu erfüllen und in der Praxis umzusetzen. In diesem Kontext ist die Kooperation zu sehen, die die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) mit der BARMER GEK in diesem Frühjahr eingegangen ist. Ziel ist hier die Entwicklung von zukunftsfähigen Präventionspfaden und Versorgungswegen im Bereich der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung. Gemeinsam mit ihrem Partner BARMER GEK will die DGAUM die im neuen Präventionsgesetz innewohnenden Chancen für eine Verbesserung der Präventionsmaßnahmen in der Arbeitswelt nutzen und die interessierte Öffentlichkeit an diesem Prozess teilhaben lassen und lädt alle Interessierten ein, sich im Rahmen dieser Dialogforen an der Diskussion zur Umsetzung des Präventionsgesetzes im Setting Arbeitsplatz zu beteiligen.

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Veranstaltungen zum neuen Präventionsgesetz

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen im „Dialogforum Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit. Eine Veranstaltungsreihe für Wissenschaft und Praxis von DGAUM und RG GmbH“ steht die Frage, wie das neue Präventionsgesetz in die Praxis umgesetzt werden kann. Im zweiten Halbjahr 2016 sind viele Dialogforen u.a. in Hamburg, Wiesloch, Belin, Köln stattgefunden, im Rahmen derer mit den Experten der DGAUM sowie der BARMER GEK über Chancen und Risiken des Präventionsgesetzes diskutiert wurde. Ab Juni 2017 geht es mit der Reihe weiter. Bitte beachten Sie dazu Informationen auf unserer Homepage im Jahr 2017.

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Dokumente zur Entstehung des neuen Präventionsgesetzes

Arbeitsmediziner und Betriebsärzte als Lotsen zwischen präventiver Gesundheitsförderung und ambulanter Versorgung sowie arbeitsmedizinischer Vorsorge und berufsfördernder Rehabilitation

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) zum Referentenentwurf „eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention“

Die komplette Stellungnahme können Sie hier einsehen!

Die Bundesregierung hat die gesellschaftliche Bedeutung der Arbeitsmedizin erkannt

Überlegungen der DGAUM zu den Inhalten im Koalitionsvertrag

Der Präsident der DGAUM, Prof. Dr. med. Hans Drexler, und der Hauptgeschäftsführer, Dr. phil. Thomas Nesseler, haben im Editorial der Ausgabe der Zeitschrift ASU Nr. 3/2014 sich mit den Inhalten zum Thema Arbeitsmedizin im Koalitionsvertrag der Bundesregierung auseinandergesetzt. 

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Fünf Jahre Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed)

Arbeitsmedizinische Prävention als Grundlage für ein gesundes Unternehmen

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Maßnahmen für die psychische Gesundheit im Betrieb und Verantwortlichkeit aus Sicht der DGAUM

Stellungnahme der DGAUM

Psychische Gesundheit im Betrieb: Arbeitsmedizinische Empfehlung

Unter Mitarbeit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.

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