Grußworte zur DGAUM2023

Schirmherrin: Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Schirmherrin für die 63. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) freut es mich sehr, dass der Kongress vom 15. bis 18. März 2023 hier in Thüringen, in Jena, stattfinden wird. 

Frau Professor Dr. med. Astrid Heutelbeck wird als Tagungspräsidentin die Geschicke in der Hand haben und für die Organisation der Veranstaltung Sorge tragen. Als Direktorin des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität setzt sie maßgeblich Akzente in der arbeitsmedizinischen Forschung und Lehre. Dies geschieht in enger Vernetzung mit der DGAUM, sowie mit Wissenschaft, Praxis, Behörden und Unternehmen.

Seit 2017 engagiert sich die DGAUM zusammen mit der BARMER beim Modellvorhaben „Gesund arbeiten in Thüringen“ (GAIT). Ich bin sehr dankbar, dass das Modellvorhaben für drei weitere Jahre fortgeführt wird. Das bietet Gelegenheit für eine Verstetigung des Projektes rund um praxistaugliche Versorgungswege in der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung für Beschäftigte sowie für die Stärkung der Netzwerkarbeit.

Mit der Erfahrung von über 60 Jahren gelingt es der DGAUM, stets aktuelle sowie zukunftsweisende Themen aufzugreifen. Sie trägt damit als Fachgesellschaft zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten bei und gibt den Unternehmen Hilfestellung für Managementprozesse und Führung. Sie fördert den Dialog zwischen den beteiliigten Interessenvertretern, setzt sich für die Wahrnehmung der Belange der Arbeitsmedizin ein und stärkt damit die Rolle der Arbeitsmedizin.

Um zukunftsfähig zu bleiben, muss auch der Wandel der Arbeitswelt in den Fokus genommen werden. Mit ihm gehen auch neue Herausforderungen und Fragestellungen einher, die aufzugreifen sind.

Aktuell denke ich beispielsweise an die erforderliche Unterstützung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die an Long Covid leiden, bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz. Hier sind ebenso Hilfestellungen für Betriebe notwendig, wie für die Herausforderungen, die durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeit wachsen. Die Nutzung der Telemedizin kann bei Wahrung von Qualitätsanforderungen die Versorgungsstruktur der Arbeitsmedizin sinnvoll ergänzen.

Der arbeitsmedizinische Forschungsbedarf ist groß und erfordert eine fachübergreifende Zusammenarbeit. Mit Blick auf den Wandel der Arbeitswelt wird es auch für die arbeitsmedizinische Forschung von großer Bedeutung sein, die technischen Entwicklungen eng zu begleiten.

Studienergebnisse zu Auswirkungen von Digitalisierung oder zum Einfluss, den die Gestaltung der Arbeitsbedingungen auf die Entwicklung psychischer Erkrankungen hat, sind zu beobachten und zu analysieren. Die Voraussetzung dafür ist, dass die arbeitsmedizinische Forschung und Lehre gezielt und nachhaltig gefördert wird und arbeitsmedizinische Institutionen erhalten und ausgebaut werden.

Als zuständige Ministerin für Gesundheit und Arbeitsschutz lade ich Sie herzlich nach Thüringen zur Frühjahrstagung der DGAUM im Jahr 2023 ein und wünsche Ihnen zu den unterschiedlichen Themenschwerpunkten einen angeregten Austausch.

Heike Werner
Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Tagungsleitung: Prof. Dr. rer. soc. Jessica Lang und Prof. Dr. med. Simone Schmitz-Spanke

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Tagungsbesucherinnen und -besucher,

es ist uns eine große Freude, dass wir Sie im März 2023 persönlich in Jena zur DGAUM Jahrestagung begrüßen dürfen. Wir laden Sie herzlich ein, an dem umfangreichen und interdisziplinären Tagungsangebot teilzunehmen. Nach den Online-Tagungen der vergangenen Jahre hoffen wir auf rege wissenschaftliche Diskussionen und den Austausch über die praktische Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wer aus verschiedensten Gründen nicht persönlich anreisen kann, kann digital von den Programminhalten profitieren und sich mobil dazuschalten und zuhören. Dies ist die Errungenschaft aus der Pandemie.

Los geht es am Mittwoch, den 15. März 2023 mit dem Schwerpunktthema „Allergie und Arbeit“, das federführend von unserer Tagungspräsidentin Frau Prof. Heutelbeck für Sie zusammengestellt wurde. Am Donnerstag folg das Schwerpunktthema „Psychische Belastung im Wandel der Arbeitswelt“, wofür eine überwältigende Anzahl an Beiträgen für das wissenschaftliche Programm eingereicht wurde. Der Freitag bietet allen die Möglichkeit, sich zum Thema „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ fortzubilden.

Die Vielfalt des Tagungsangebotes lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: beziffert werden kann das diesjährige Programm mit 7 Symposien und Kolloquien von internen und externen bundesweiten Kooperationspartnern, den Foren aus den 7 aktiven DGAUM Arbeitsgruppen und über 20 Sessions im wissenschaftlichen Programm sowie 8 Themenblöcke für die Postersessions. Am Samstag finden 8 Seminare in der DGAUM Akademie statt. Somit stehen sowohl vertiefendem Wissenszuwachs zu fachspezifischen Themen als auch der Erweiterung individueller Fertigkeiten in Veranstaltungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs die Wege offen.

Nachdem die Premiere des neuen #BetterPoster Formats sehr gut angekommen ist halten wir an dieser Posterpräsentationsform fest. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten in der Gastuniversität Jena ist es dieses Jahr möglich, alle Poster kontinuierlich über zwei Tage anzubieten und sich an beiden Tagen anhand fester Diskussionszeiten mit den Autor*innen in einer angenehmen Atmosphäre auszutauschen.

An dieser Stelle möchten wir es wie immer nicht versäumen uns bei allen Mitstreiter*innen zu bedanken, die uns sowohl in der DGAUM Geschäftsstelle als auch im Organisationsteam von RG bei der Realisierung der Jahrestagung 2023 unterstützend zu Seite gestanden haben. Und nun wünschen wir Ihnen viel Freude beim Stöbern in unserem umfangreichen Programm und laden Sie herzlich ein zu einem kollegialen Austausch auf der DGAUM Jahrestagung 2023.

Herzliche Grüße,

Jessica Lang und Simone Schmitz-Spanke