09.03.2017

Mit einem gesunden Herzen zur Arbeit – aber wie?



Stress im Beruf, zu wenig Bewegung und falsche Ernährung sind häufige Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankung. Mit Hilfe präventiver Maßnahmen können Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter stärken und kostspieligen Arbeitsausfällen langfristig vorbeugen.


München, 09.03.2017
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Seit 1990 sind die Todesfälle kontinuierlich zurückgegangen. Das liegt unter anderem an der besseren Gesundheitsversorgung, Fortschritten bei Diagnostik und Therapie sowie einem höheren Gesundheitsbewusstsein.

Gerade in der Arbeitswelt gibt es allerdings noch immer Nachholbedarf in Sachen Prävention. Alexander Kuhlmann, Facharzt für Arbeitsmedizin, Internist und Kardiologe bei der Robert Bosch GmbH aus Bamberg, stellt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ASU klar, dass Arbeitsausfälle in Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen für erhebliche Kosten sorgen können.

Zu den klassischen Risikofaktoren zählen laut Global Burden of Disease Study (DGB) Rauchen, Übergewicht, hoher Blutzucker, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck, Alkoholkonsum, Niereninsuffizienz, Feinstaub sowie falsche Ernährung. Neue Forschungen belegen, dass ein erhöhter Body-Mass-Index zu epigenetischen Veränderungen des Erbguts führen kann. Der Lebensstil eines Menschen hat also ganz unmittelbaren Einfluss auf dessen Gene. Auch eine bewegungsarme Tätigkeit vor dem Bildschirm begünstigt Übergewicht, Diabetes, Stoffwechsel- und Herzerkrankungen.

Wissenschaftliche Erhebungen belegen, dass Verzicht auf Rauchen, regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung die Gesundheit positiv beeinflussen. Regelmäßige Bewegung, auch am Arbeitsplatz, verändert den Metabolismus des Körpers, vermindert das Risiko einer Depression und beeinflusst den Verlauf kardiovaskulärer Erkrankungen positiv: „Bewegung wirkt wie Medizin“ – so Alexander Kuhlmann.

Gesundheitsprävention in Unternehmen gewinnt immer mehr an Bedeutung, besonders in Zeiten, in denen der Beruf mehr Flexibilität verlangt. In Unternehmen haben Arbeitsmediziner die Möglichkeit, Mitarbeiter für gesundheitsförderndes Verhalten zu sensibilisieren und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. Das Ziel muss sein, das Bewusstsein für Risiken zu stärken und die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Zu den wesentlichen Bestandteilen des betrieblichen Gesundheitsmanagements gehören Mitarbeiterschulungen etwa zu kardiovaskulären Risikofaktoren und gesundheitsfördernde Maßnahmen. Auch eine gesunde Ernährung kann durch entsprechende Schulung des Kantinenpersonals verbessert werden.

Gesundheitliche Prävention in der Arbeitswelt kann richtungsweisend für den Erfolg eines Unternehmens sein. Nach dem 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetz sind gerade Arbeitsmediziner und Betriebsärzte als Akteure gefordert, präventive Programme am Arbeitsplatz anzubieten. Wie dies gelingen kann, zeigt ein weiterer Beitrag in der März-Ausgabe von ASU „Wenn das Herz Alarm schlägt…“: Der Krankenversicherer BARMER stellt im Rahmen seiner Kooperation mit der DGAUM den Betriebsärzten kostenlos ein Präventionsmodul zur Verfügung, womit sich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankung bei Mitarbeitern einschätzen lässt. Außerdem bietet das Programm Pläne für Vorsorgemaßnahmen.

Mehr zum Thema Prävention und Kooperation zwischen BARMER und der DGAUM lesen Sie in der aktuellen ASU-Ausgabe. Die Umsetzung des Präventionsgesetzes ist außerdem eines der Schwerpunktthemen der DGAUM Jahrestagung, die vom 15. – 17. März 2017 an der Universität Hamburg stattfindet.


Mehr Infos unter: www.dgaum.de


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Über ASU – Zeitschrift für medizinische Prävention:
Die Zeitschrift „Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin“  ist das Leitmedium der deutschsprachigen Arbeitsmedizin. Das Publikationsorgan der Fachinstitutionen DGAUM, ÖGA, SGARM, VDBW, Vereinigung Deutscher Staatlicher Gewerbeärzte e.V. sowie der arbeitsmedizinischen Akademien und richtet sich an Betriebsärzte, Arbeitsmediziner und Akteure in wichtigen Schnittstellenbereichen zur Arbeitsmedizin. Die Zeitschrift ist peer reviewed. 1965 gegründet, erscheint ASU monatlich und erreicht nahezu alle arbeits- und präventionsmedizinisch orientierten Akteure im deutschsprachigen Raum. Weitere Informationen unter www.asu-arbeitsmedizin.com


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