20.05.2013

Psychische Probleme von Mitarbeitern rechtzeitig ansprechen

Veränderungen und Auffälligkeiten im Verhalten bei Mitarbeitern, die auf psychische Probleme hinweisen können. sollten Vorgesetzte offen ansprechen.

Aachen (dpa/tmn) - Ständige Gereiztheit, Wutausbrüche oder plötzlicher Rückzug von den Kollegen: Drohen Mitarbeiter psychisch zu erkranken - und etwa ein Burnout zu bekommen - gibt es dafür häufig Anzeichen. Doch viele Chefs ignorierten erste Warnzeichen, sagt Prof. Thomas Kraus von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM). Viele hätten Hemmungen, ein derart persönliches Problem zur Sprache zu bringen. In der Folge griffen viele Vorgesetzte erst ein, wenn der Mitarbeiter im schlimmsten Fall arbeitsunfähig ist.

Besser sei es, wenn Führungskräfte gleich tätig werden. Prof. Kraus rät dazu, bei den ersten Anzeichen das Gespräch mit dem Mitarbeiter zu suchen. Denn in einem frühen Stadium seien viele Probleme noch in den Griff zu bekommen. Suchen Chefs das Gespräch mit dem Mitarbeiter, sollten sie darauf achten, dass sie ihm keine Vorwürfe machen. Stattdessen sei es wichtig, Verständnis zu signalisieren und Hilfe anzubieten.

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