17.03.2021

Das Potenzial der Arbeitsmedizin in der Pandemie nutzen: Die DGAUM2021 öffnet ihre digitalen Pforten

Impfen in Betrieben, Infektionsschutz, Arbeitsschutz, psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Die Arbeitsmedizin spielt in der Pandemie eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die rund 45. Mio. Erwerbstätigen in Deutschland zu schützen und somit Betriebe und Unternehmen handlungsfähig zu halten. Anlässlich der digitalen Eröffnung der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM), verwies der Präsident der Fachgesellschaft, Professor Hans Drexler, auf das Potenzial der über 12.000 Betriebsärztinnen und Betriebsärzte, das in der Pandemie genutzt werden müsse.

Die DGAUM setzt sich gemeinsam mit den arbeitsmedizinischen Berufsverbänden dem VDBW und dem BsAfB dafür ein, dass Betriebsärztinnen und -ärzte in der breiten Fläche in die Impfkampagne des Bundes einbezogen werden. Der Präsident der DGAUM stellte im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz auch klar, dass die derzeitige Priorisierung bei den Impfungen gegen SARS-CoV-2 nicht durchbrochen werde und es keine Bevorzugung von Unternehmen geben dürfe. Die Priorisierung, so Professor Drexler, sei Sache der Politik. Sobald genügend Impfstoff vorhanden sei, müsse aber in Betrieben geimpft werden, um so möglichst schnell große Teile der Bevölkerung zu schützen.

Nicht nur beim Impfen ist betriebsmedizinische Expertise gefragt. Drexler wies in der Pressekonferenz darauf hin, dass auch Testungen, Gefährdungsbeurteilungen am Arbeitsplatz sowie die Beurteilungen des individuellen Gesundheitsrisikos bei Beschäftigten zu den betriebsärztlichen Themenfeldern, die weder delegierbar noch substituierbar sind, gehörten. Betriebsärztinnen und -ärzte haben sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer eine beratende Funktion in Sachen Arbeits- und Infektionsschutz, so der Präsident der DGAUM, Prof. Hans Drexler.

Zahlreiche Symposien und Veranstaltungen bei der DGAUM Jahrestagung widmen sich in diesem Jahr dem Arbeitsschutz in der Pandemie. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Praxis vor und berichten über Strategien und Erfahrungen im Umgang mit dem Virus. Auch die neuesten Entwicklungen beim Thema Impfen in Betrieben stehen auf der Agenda. Neben SARS-CoV-2 und den Auswirkungen auf die Arbeitswelt bietet die DGAUM2021 ein vielfältiges und hochwertiges Programm aus den Bereichen der Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin. Im Fokus stehen dieses Jahr unter anderem die Themen „Neuroenhancement“ und „evidenzbasiertes Gesundheitsmanagement“. Interessierte von kleinst, kleinen und mittleren Unternehmen haben beim Unternehmertag des Modellvorhabens „Gesund arbeiten in Thüringen“ die Gelegenheit, Impulse für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement zu erhalten. Darüber hinaus bietet erstmals die von der DGAUM unterstützte „Offensive Psychische Gesundheit“ ein öffentliches Symposium zum Thema „Psychische Gesundheit in unserer Leistungsgesellschaft“ an.

Zwischen dem 17. und 20. März werden im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahrestagung dem Fachpublikum über 70 einzelne Veranstaltungen mit über 240 Referentinnen und Referenten angeboten. Erwartet werden über 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Umfeld der Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin. Der Kongress, der ursprünglich an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena stattfinden sollte, wird in diesem Jahr ausschließlich online durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter : https://www.dgaum.de/termine/jahrestagung/

Pressekontakt DGAUM
Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.
Nicole Zubayr
Tel. 089/330 396-14
zubayr@dgaum.de
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