12.02.2020

Klimawandel, Feinstaub und Gefahrstoffe aus Sicht der Arbeits- und Umweltmedizin auf der wissenschaftlichen Jahrestagung der DGAUM

Die Auswirkungen von Umweltbelastungen, Klimawandel oder Gefahrstoffen auf die menschliche Gesundheit stehen zunehmend im Fokus der öffentlichen Diskussion. Gerade jetzt kommt der wissenschaftlichen Forschung auf den Gebieten der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin eine wichtige Rolle zu, stellt diese doch eine elementare Grundlage für die Entwicklung von Präventions- und Schutzmaßnahmen dar und trägt somit zum Schutz der Bevölkerung bei. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM 2020), vom 11. bis 14. März im Universitätsklinikum Großhadern in München, aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse vor.

11. März 2020: Klimawandel und Gesundheit - aus Sicht von Umwelt- und Arbeitsmedizin

Die Umweltmedizin untersucht interdisziplinär die Auswirkungen von Umweltfaktoren auf die Gesundheit, um unter anderem evidenzbasierte Empfehlungen zum Schutz der Bevölkerung abzuleiten. Im Rahmen des Forums „Klimawandel und Gesundheit - aus Sicht von Umwelt- und Arbeitsmedizin“ treffen Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen aufeinander, um ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse auszutauschen und zu diskutieren. Auf der Agenda stehen unter anderem Vorträge über die Erderwärmung (bezogen auf Deutschland) oder die Auswirkungen von Extremwetterereignissen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Weitere Beiträge befassen sich mit Pollenmessungen in Bayern sowie dem Verbundprojekt „Klimawandel und Gesundheit“ am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. 

12. März: Gefahrstoffe am Arbeitsplatz

Viele Menschen sind an ihrem Arbeitsplatz täglich Gefahrstoffen ausgesetzt, was eine große Herausforderung für den Arbeitsschutz darstellt. Zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge auf der Jahrestagung der DGAUM widmen sich den neuesten Erkenntnissen zu Gefahrstoffen und ihrem Einfluss auf die Gesundheit. Im Fokus stehen hierbei unter anderem krebserzeugende Arbeitsstoffe sowie die Auswirkungen von Weichmachern, Metallen oder Bioaerosolen. Verschiedene wissenschaftliche Beiträge behandeln darüber hinaus die Gefährdung des medizinischen Personals in Krankenhäusern, zum Beispiel durch chirurgische Rauchgase, Anästhesiegase oder Formaldehyd in der Pathologie.13. März: Workshop Ultrafeine PartikelSeit Mitte der 1990er Jahren gilt als wissenschaftlich gesichert, dass Feinstaub eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen darstellt. Mit einer erhöhten Feinstaubbelastung gehen sowohl akute Effekte, wie Sterblichkeit nach Tagen mit hoher Feinstaubbelastung oder Krankenhauseinweisungen aufgrund von Atemwegserkrankungen als auch chronische Effekte wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus oder Frühgeburten einher. Im Zuge dessen wird seit vielen Jahren diskutiert, inwieweit ultrafeine Partikel einen eigenständigen Risikofaktor darstellen. Die wissenschaftlichen Beiträge im Workshop greifen verschiedene Aspekte auf. Die Veranstaltung wird im Rahmen der DGAUM Jahrestagung in Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz durchgeführt, ist öffentlich zugänglich und kostenfrei.

Das vollständige Programm der Jahrestagung sowie Abstracts finden Sie unter: www.dgaum.de/termine/jahrestagung

60. Wissenschaftliche Jahrestagung der DGAUM (DGAUM 2020)

11. bis 14. März
Klinikum der Universität München, Campus Großhadern
Marchioninistraße 15
81337 München

Pressekontakt DGAUM

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.
Dr. Thomas Nesseler
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