17.10.2018

DGAUM-VDSI-Stellungnahme: 11 Thesen zur Gefährdungsbeurteilung

Stellungnahme von DGAUM und VDSI zu Grundlage der Prävention und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Die Medizin hat es einst vorgemacht: Wer einer Krankheit vorbeugen oder diese untersuchen und behandeln will, der muss den komplexen Organismus eines Menschen als Einheit sehen und das Zusammenspiel der dort vorhandenen Bedingungen als differenziertes System verstehen. Das Ganze ist weit mehr als die Summe seiner Teile. Dass dies nicht nur in der Medizin so ist, sondern in allen Bereichen, in denen Menschen und deren Gesundheitsschutz im Mittelpunkt stehen, darauf verweisen der VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz auf der Arbeit e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) in ihrer aktuellen Stellungnahme „11 Thesen zur Gefährdungsbeurteilung“. Die Gefährdungsbeurteilung ist die Basis allen Handelns im Arbeitsschutz und für DGAUM und VDSI unteilbar, denn sie hat alle Belastungsfaktoren in den Focus zu nehmen. 

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung eigentlich und warum ist sie so wichtig?

Mit der Gefährdungsbeurteilung werden im Arbeitsschutz Gefahren für die Gesundheit der Beschäftigten, sowohl in physischer, biologischer, chemischer als auch psycho-sozialer Form ermittelt. Sie liegt, so das Arbeitsschutzgesetz, im Verantwortungsbereich der Arbeitgeber und ist somit sowohl für privatwirtschaftliche Unternehmen als auch für Einrichtungen der öffentlichen Hand verpflichtend. Ohne Gefährdungsbeurteilung können keine wirksamen Maßnahmen zur Prävention abgeleitet und umgesetzt werden. 

Eine Gefährdungsbeurteilung braucht Erfahrung und Kompetenz 

Da die Ermittlung von Risiken und deren Bewertung mehr als nur das bloße Erkennen von einzelnen Gefahrpunkten erfordert, bedarf es dazu besonders gut ausgebildeter und geschulter Experten. Für DGAUM und VDSI sind sowohl Betriebsärzte als auch Fachkräfte für Arbeitssicherheit die professionellen Partner von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wenn es gilt vor dem Hintergrund umfassender Erfahrungen und Kompetenzen, Maßnahmen zu entwickeln, die nicht nur wirksam sind, sondern von den Beschäftigten bzw. der Unternehmensführung akzeptiert werden. Nur so ist eine Gefährdungsbeurteilung möglich, die sich am Wohl der Beschäftigten und des Unternehmens gleichermaßen orientiert. 

Der Volltext der Stellungnahme von VDSI und DGAUM ist downloadbar unter: 

www.vdsi.de oder www.dgaum.de/kommunikation/stellungnahmen/

 

Pressekontakte:


Berit Kramer
Referentin Kommunikation und Veranstaltungen
Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)
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Telefax: +49 89 330 396-13
E-Mail: bkramer@noSpam.dgaum.de 
Web: www.dgaum.de   

Thorsten Armbrüster
Kommunikationsmanager
VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz auf der Arbeit e.V.
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Telefax: +49 611 15755-79
E-Mail: t.armbruester@noSpam.vdsi.de 
Web: www.vdsi.de   

Über den VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit:
Der 1951 gegründete VDSI ist deutschlandweit der größte Fachverband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit. Zu den rund 5.600 Mitgliedern zählen Fachkräfte aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und Branchen, darunter Ingenieure, Techniker, Manager, Mediziner, Psychologen, Chemiker und Umweltbeauftragte. Der VDSI bietet seinen Mitgliedern u.a. ein breites Netzwerk zum fachlichen Erfahrungsaustausch sowie qualifizierte Weiterbildungsangebote an. Als eingetragener Verein agiert der VDSI als ein gemeinnütziger, politisch und wirtschaftlich unabhängiger Verband, dessen Mitglieder sich ehrenamtlich für mehr Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit engagieren. 

Über die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM):
Die DGAUM wurde 1962 gegründet und ist eine gemeinnützige, wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft der Arbeitsmedizin und der klinisch orientierten Umweltmedizin. Ihr gehören heute über 1.100 Mitglieder an, die auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin arbeiten, vor allem Ärztinnen und Ärzte, aber auch Angehörige anderer Berufsgruppen wie etwa Natur- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die Mitglieder der Fachgesellschaft engagieren sich nicht nur in Wissenschaft und Forschung, um so bereits bestehende Konzepte für die Prävention, die Diagnostik und Therapie kontinuierlich zu verbessern, sondern sie übernehmen die ärztliche und medizinische Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an der Schnittstelle von Individuum und Unternehmen. Darüber hinaus beraten die Mitglieder der DGAUM alle Akteure, die ihren Beitrag zu der medizinischen Versorgung leisten und auf Fachwissen aus der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention, der arbeits- und umweltbezogenen Diagnostik und Therapie, der Beschäftigungsfähigkeit fördernden Rehabilitation sowie aus dem versicherungsmedizinischen Kontext angewiesen sind.