Grußwort des Präsidenten der DGAUM, Professor Dr. med. Hans Drexler

© Foto Glasow

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die 58. Wissenschaftliche Jahrestagung der DGAUM findet vom Mittwoch, 7. März, bis Freitag, 9. März 2018 wieder einmal in München statt, nachdem wir im Vorjahr im Norden Deutschlands, in der Hansestadt Hamburg, zu Gast waren. Wie bei den Kongressen in den Vorjahren, so erhalten Mitglieder der Fachgesellschaften aus Österreich und der Schweiz, ÖGA und SGARM, wie DGAUM-Mitglieder wieder attraktive Preisnachlässe bei den Teilnehmergebühren. Dies gilt ebenfalls für Mitglieder des Verbands für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI), der Deutschen Gesellschaft für Arbeitshygiene (DGAH) und der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) sowie der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR). Die DVfR ist im Rahmen der Jahrestagung Kooperationspartnerin der DGAUM ist und wird am zweiten Veranstaltungstag ein ganztägiges Schwerpunktsymposium zu „Arbeitsmedizin und Rehabilitation - Wege zur Teilhabe im Arbeitsleben“ veranstalten. Dazu sind alle Kongressgäste sehr herzlich eingeladen.

Für München 2018 stehen außerdem drei ganz wichtige Themen im Mittelpunkt des Programms, die eng mit der demografischen Entwicklung in unserem Lande verbunden sind: Die Frage nach dem „Arbeiten im Alter“ und der „Arbeit mit chronischen Erkrankungen“ berührt die Tatsachen, dass die Erwerbstätigen nicht nur immer älter werden, sondern der Renteneintritt für die Jüngeren erst später im Lebensalter möglich ist als wir dies lange gewohnt waren. Das Thema „Arbeit im Gesundheitswesen“ erinnert uns darüber hinaus an die besondere Bedeutung dieser Arbeitsplätze und Beschäftigungsverhältnisse in unserer Gesellschaft: Gerade das Gesundheitswesen ist einem besonderen Druck ausgesetzt, sowohl ökonomischen und politischen als auch vielfältigen sozialen Zwängen und Ansprüchen. Sei es, dass diese von Patientinnen und Patienten selbst oder von Vorgesetzen oder aber auch von Angehörigen formuliert werden.

Jeder, der selbst einmal eine Tagung auszurichten hatte, weiß, mit welchem Aufwand dies verbunden ist. Daher möchte ich mich schon heute im Namen des gesamten Vorstandes zuerst einmal bei dem Kongresspräsidenten, Herrn Professor Dr. med. Peter Angerer, Direktor des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Geschäftsstelle sehr herzlich für jegliche Ideen und Arbeiten zur Vorbereitung dieser Jahrestagung bedanken.

Mit der Auswahl der Themen ist wieder eine wichtige politische Aussage verknüpft: Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gesetzlichen Forderungen aus dem Arbeitsschutz, aber auch im Kontext des sogenannten Präventionsgesetzes kommt den fast 12.500 Ärzten mit arbeitsmedizinischer oder betriebsärztlicher Fachkunde in unserem Land die Aufgabe zu, als Lotsen und neutrale Berater zwischen präventiver Gesundheitsförderung, ambulanter Versorgung, arbeitsmedizinischer Vorsorge und berufsfördernder Rehabilitation eine herausragende Rolle zu spielen. Diese Rolle sollten wir aktiv annehmen und offensiv gestalten. Betriebliches Gesundheitsförderung oder Betriebliches Gesundheitsmanagement ohne arbeitsmedizinische Forschung und Wissenschaft sowie die dazu gehörende betriebsärztliche Praxis ist einfach nicht verantwortungsvoll gestaltbar. Wir brauchen eine evidenzbasierte Prävention heute mehr denn je, wenn wir auch in Zukunft den mit Arbeit verbundenen Risiken erfolgreich entgegenwirken wollen.

Deshalb möchten wir Sie um eine aktive Teilnahme an der kommenden Jahrestagung sowie an dem umfangreichen Programmangebot bitten. Wir sollten der Öffentlichkeit und vor allem den politischen Akteuren zeigen, dass die Arbeitsmedizin ein unverzichtbarer Teil der Gesundheitsvorsorge in der Lebenswelt Arbeitsplatz darstellt. Wissenschaftliche Forschung und Erkenntnis ist im Leben nicht alles, aber ohne diese ist eine stetige Weiterentwicklung von Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit einfach unmöglich. Das mögen wir nie vergessen und selbstbewusst nach innen, in die Fachkommunität, und nach außen, in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, kommunizieren.

Gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Komitee und allen Organisatoren der Jahrestagung freue ich mich auf Ihre Teilnahme an der 58. Jahrestagung der DGAUM in München 2018.

Mit den besten Empfehlungen
 
Professor Dr. med. Hans Drexler
Präsident

 

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