Themen- und Lernzielkatalog Arbeitsmedizin

Veröffentlicht in: ASU 38 (2003) 11, 588-593


Vorbemerkungen:

Nach der neuen Approbationsordnung für Ärzte (Äapp0) [ 1 ] ist die "Arbeitsmedizin" wie bisher ein eigenständiges Fachgebiet. Ebenso wie u. a. im Fachgebiet "Sozialmedizin" sind von den Studierenden Leistungsnachweise zu erbringen, um zum zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung zugelassen zu werden. Die Kombination von "Arbeitsmedizin, Sozialmedizin" (§ 27 Äapp0) ist das Ergebnis einer Konsensfindung im Rahmen politischer Diskussionen [2, 3].

Die Freiräume der Fakultäten zur Gestaltung der Lehre sind durch die neue ÄAppO deutlich größer geworden. Dadurch ist es besonders notwendig geworden, dass ein Fachgebiet definiert, welche Inhalte mit welcher Zielstellung im Medizinstudium vermittelt werden sollen.

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) hat gemeinsam mit den arbeitsmedizinischen Hochschullehrern sowohl einen Themenkatalog als auch einen Lernzielkatalog für "Arbeitsmedizin" erarbeitet, die beide nachfolgend in dieser Ausgabe von ASU abgedruckt sind. Während im Schwerpunktkatalog die Inhalte, gegliedert nach verschiedenen Themen stichwortartig gelistet sind, enthält der Lernzielkatalog eine differenzierte Darstellung der Bedeutung arbeitsmedizinischer Kenntnisse. Der hier vorgestellte Lernzielkatalog soll den Rahmen des zu vermittelnden arbeitsmedizinischen Wissens vorgeben und als Grundlage für die Lehrveranstaltungen an den Fakultäten dienen.

Betriebsärztliche Betreuung von Studierenden der Humanmedizin und der Zahnmedizin unter Berücksichtigung der Infektionsgefährdung aus arbeitsmedizinischer Sicht

Veröffentlicht in ASU 10/2016

Studierende der Human- und Zahnmedizin sind während ihres Studiums vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt. Diese können u.a. biologischer (z. B. Infektionserreger bei Patientenkontakt), chemischer (z. B. Formaldehyd im anatomischen Präpariersaal) oder auch physikalischer Natur (z. B. ionisierende Strahlung in der Radiologie) sein. Im Rahmen der Fürsorgepflicht stellt sich die Frage, wer für den Gesundheitsschutz von Studierenden an der Universität verantwortlich ist und welche Gesetze, Verordnungen und Vorschriften des Arbeitsschutzes bei dieser Personengruppe anzuwenden sind.

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