11.05.2017

Gesunde Mitarbeiter – erfolgreiches Unternehmen


München, 11. Mai 2017 - Die voranschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt, immerwährende Erreichbarkeit und Flexibilität fordern ihren Tribut: Chronische und psychische Erkrankungen wie Burnout nehmen zu. Gesundheitsbedingte Arbeitsausfälle sind nicht nur für den Arbeitnehmer belastend, sie kosten auch Geld. In die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren, lohnt sich deshalb für Unternehmen. Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) hilft, Fehlzeiten zu minimieren und ein neues Bewusstsein für das Thema „Gesundheit am Arbeitsplatz“ zu schaffen.

Arbeit im Wandel

Die arbeitende Bevölkerung wird älter. Und mit dem Alter nehmen Krankheiten zu. Im Jahr 2014 lag die Erwerbstätigenquote der 55- bis 65-jährigen bei 65,6 Prozent. Auch psychische Erkrankungen können, wenn sie nicht entdeckt und behandelt werden, zu einem Problem werden. „Psychischen Erkrankungen sind die Achillesferse der betrieblichen Leistungserbringung“, sagt Kerstin Reisinger, Geschäftsführerin von „GiB 21 – Gesundheit im Betrieb“. In der Mai-Ausgabe der Zeitschrift „Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin“ (ASU) setzt sie sich mit dem Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement auseinander.

Fünf „Must-haves“ für erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement

Das Ziel von BGM ist, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter nachhaltig zu stärken. Kerstin Reisinger empfiehlt Unternehmen deshalb, nicht nur auf das Budget und die Umsetzung einzelner Maßnahmen zu achten, sondern eine Strategie zu entwickeln. Nur so kann ein positiver „Return on Investment“ erwirtschaftet werden. Dabei sollte auf fünf „Must-haves“ geachtet werden:

Zielorientierung
Die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens hängt von der Gesundheit und Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter ab: „Ein wirksames betriebliches Gesundheitsmanagement sollte keinem Selbstzweck dienen, sondern Antworten darauf finden, wie es gelingen kann, die betrieblichen Ziele bei bester Gesundheit zu erreichen“, betont Kerstin Reisinger.

Gemeinsame Werte

Das Arbeitsklima wirkt sich entscheidend auf die Krankheitsquote aus. Zu viel Druck ist genauso schädlich wie zu wenige Pausen: „Einem Mitarbeiter, dem ein Wochenende kaum zur Erholung reicht und der es leidlich schafft, seinen privaten Anliegen nachzukommen, wird auch montags nicht zur Höchstform auflaufen“, erklärt Reisinger.

Führung und Netzwerkorientierung

Ein gesundes Arbeitsklima in einem Unternehmen beginnt mit dem richtigen Bewusstsein bei den Führungskräften. Fühlt sich ein Arbeitnehmer unterstützt und geschätzt, puffert dies Belastungen und reduziert gesundheitliche Beschwerden.  

Verhaltens- und Verhältnisprävention

Das Arbeitspensum darf fordern, aber nicht überfordern. Denn lang anhaltende Überforderung schadet der Gesundheit genauso wie Unterforderung. Hier ist das Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagements, Fehlbelastungen und damit verbundenen Gesundheitsrisiken gezielt zu begegnen.

Lernen im Sinne kontinuierlicher Verbesserung

Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist ein System, das kontinuierlich weiterentwickelt werden muss. Ausgehend von einer Analyse des Ist-Zustandes können gesundheitsfördernde Maßnahmen entwickelt und später evaluiert werden.

Kerstin Reisinger zieht ein klares Fazit: Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist ein wichtiges Werkzeug, um nicht nur das Arbeitsklima und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu verbessern, sondern unterm Strich auch Kosten zu sparen.

3. Präventionskongress 2017

Wo genau beginnt Gesundheitsmanagement im Betrieb? Wo ist es nach dem Gesetz verpflichtend und wo wird die Grenze gezogen, an der die Verantwortung des Arbeitgebers für die Gesundheit des Mitarbeiters aufhört und dessen eigene Entscheidungen im Vordergrund stehen? Welche Anforderung muss ein Betrieb an sein BGM stellen und welche Angebote machen für die Mitarbeiter überhaupt Sinn?

Diese Fragen beantwortet der 3. Präventionskongress „Gesund leben und arbeiten“, der am 18. und 19. Mai unter der Schirmherrschaft von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, in Leinfelden-Echterdingen stattfindet. Mehr Informationen und Anmeldung auf www.präventionskongress-2017.de.

Auch die Mai-Ausgabe der Zeitschrift „Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin“ (ASU) widmet sich im Schwerpunkt dem Thema BGM. Erfahren Sie mehr unter https://www.asu-arbeitsmedizin.com 


Kontakt bei Rückfragen:
Alfons W. Gentner Verlag GmbH & Co. KG
Patrick Hagemann, Verlagsleiter Medizin
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Über ASU – Zeitschrift für medizinische Prävention:

Die Zeitschrift „Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin“  ist das Leitmedium der deutschsprachigen Arbeitsmedizin. Das Publikationsorgan der Fachinstitutionen DGAUM, ÖGA, SGARM, VDBW, Vereinigung Deutscher Staatlicher Gewerbeärzte e.V. sowie der arbeitsmedizinischen Akademien und richtet sich an Betriebsärzte, Arbeitsmediziner und Akteure in wichtigen Schnittstellenbereichen zur Arbeitsmedizin. Die Zeitschrift ist peer reviewed. 1965 gegründet, erscheint ASU monatlich und erreicht nahezu alle arbeits- und präventionsmedizinisch orientierten Akteure im deutschsprachigen Raum. Weitere Informationen unter www.asu-arbeitsmedizin.com

Über DGAUM:
Die DGAUM wurde 1962 gegründet und ist eine gemeinnützige, wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft der Arbeitsmedizin und der klinisch orientierten Umweltmedizin. Ihr gehören heute über 1000 Mitglieder an, die auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin arbeiten, vor allem Ärztinnen und Ärzte, aber auch Angehörige anderer Berufsgruppen wie etwa Natur- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die Mitglieder der Fachgesellschaft engagieren sich nicht nur in Wissenschaft und Forschung, um so bereits bestehende Konzepte für die Prävention, die Diagnostik und Therapie kontinuierlich zu verbessern, sondern sie übernehmen die ärztliche und medizinische Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an der Schnittstelle von Individuum und Unternehmen. Darüber hinaus beraten die Mitglieder der DGAUM alle Akteure, die ihren Beitrag zu der medizinischen Versorgung leisten und auf Fachwissen aus der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention, der arbeits- und umweltbezogenen Diagnostik und Therapie, der Beschäftigungsfähigkeit fördernden Rehabilitation sowie aus dem versicherungsmedizinischen Kontext angewiesen sind.
Weitere Informationen unter:  www.dgaum.de

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