Forum Arbeitsphysiologie - Gründungsdokument
Dokumentation zur Gründung des "Forum Arbeitsphysiologie" am 24.11.1996 in Großbothen (Sachsen)*
*Unterstützt von der Lieselotte und Dr. Karl Otto Winkler-Stiftung für Arbeitsmedizin im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Inhalt:
| 1. |
Anstoß und Leitlinie |
| 2. | Zielsetzungen |
| 2.1. | Zielsetzung des Antrags |
| 2.2. | Erweiterte Zielsetzung |
| 2.3. | Erläuterungen zur Zielsetzung |
| 3. | Arbeitsmappe |
| 3.1. | Rahmen |
| 3.2. | Programm |
| 3.3. | Thesen für die Diskussion |
| 3.4. | Teilnehmerliste |
| 4. | Eröffnungsansprache |
| 5. | Beschlüsse |
| 5.1. | Aktionsprogramm |
| 5.2. | Aufgabenverteilung |
| 5.3. | Gründungsbeschluß |
| 6. | Abschließendes Rundschreiben |
| 7. | Forum Arbeitsphysiologie im Internet |
| 8. | Mitgliedschaft |
| 8.1. | Erwerb der Mitgliedschaft |
| 8.2. | Mitgliederliste |
Sportphysiologische Abteilung, FB 26, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (1997)
1. Anstoß und Leitlinie
Im März 1996 regte Herr Dr. K. O. Winkler - jahrzehntelanger Werksarzt in der chemischen Industrie - ein Symposium zur Förderung der Arbeitsphysiologie an. Ein sehr wichtiges Kriterium sei für ihn der Bezug zur Praxis: Ohne Arbeitsphysiologie kann eine arbeitsmedizinische Versorgung nicht sinnvoll und sachgerecht durchgeführt werden.
2. Zielsetzungen
2.1. Zielsetzung des Antrags (24.06.96)
Antrag auf Finanzierung eines Symposiums mit dem mittelfristigen Ziel, jüngere Arbeitsmediziner aus der betrieblichen Praxis und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Betriebsärzte zur Entwicklung gemeinsamer Projekte zusammenzuführen und zu fördern
Thema: Expertensymposium Arbeitsphysiologie
Arbeitsphysiologen und Arbeitsmediziner mit arbeitsphysiologischen Aktivitäten des Deutschen Sprachraums sollen konkrete Konzepte bzw. Memoranden zwecks Förderung einer praxisnahen Arbeitsphysiologie als Teilgebiet der Arbeitsmedizin ausarbeiten. Damit sollen arbeitsphysiologische Aktivitäten innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) zusammengeführt und intensiviert werden, speziell hinsichtlich:
- Erarbeitung eines Konzepts zur Gründung einer "Sektion Arbeitsphysiologie" innerhalb der DGAUM, u.a. mit den Aufgaben: Unterstützung des Organisators der Jahrestagungen, Abhaltung jährlicher Kleinkonferenzen (die es als Einrichtung der DGAUM bereits gibt) oder von "Sommerakademien" zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, weitere Fördermaßnahmen für den Nachwuchs zur Belebung praxisnaher arbeitsphysiologischer Feldforschungen,
- Erarbeitung eines Memorandums zur Definition des Fachgebiets Arbeitsphsiologie sowie zu Empfehlungen für den beruflichen Werdegang zum Arbeitsphysiologen,
- Beratung über ein Memorandum zu Schwerpunkten praxinaher arbeitsphysiologischer Forschung.
- Beratung über sonstige Vorschläge aus dem Teilnehmerkreis.
Das Symposium sollte an einem verkehrsgünstig gelegenen Tagungsort stattfinden, nicht in einer großen Stadt, jedoch in den neuen Bundesländern. Bisherige Planung: Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft in Großbothen, zwischen Leipzig und Dresden gelegen.
2.2. Erweiterte Zielsetzung
Expertensymposium Arbeitsphysiologie vom 22.-24.11.1996 in Großbothen (Sachsen)
gefördert von der Stiftung Arbeitsmedizin - Lieselotte und Dr. Karl Otto Winkler-Stiftung
Der Schwerpunkt arbeitsmedizinischer Bemühungen in der Forschung und im Richtlinienwesen lag in den letzten Jahren im Bereich der Toxikologie. Gewerbliche Einwirkungen toxischer Art sind typischerweise mit Langzeiteffekten verbunden, wobei mittlerweile im deutschen Sprachraum ein hoher Standard erreicht wurde.
Auf diesem Hintergrund zeigt sich heute immer deutlicher die Notwendigkeit, den akuten Einwirkungen physikalischer Art mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei geht es um Einwirkungen, die nicht unbedingt in eine anerkannte Berufskrankheit münden, die jedoch Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz maßgeblich beeinflussen können. Mit diesen Einwirkungen befassen sich Arbeitsphysiologen und arbeitsphysiologisch tätige Arbeitsmediziner, u.a. mit den Folgen des Hebens und Tragens schwerer Lasten, den Auswirkungen anspruchsvoller sinnesphysiologischer Tätigkeiten, ungünstiger Klimaverhältnisse oder der Schichtarbeit. Neben wissenschaftlichen Grundlagen ist Augenmaß bei der Beratung der Sozialpartner erforderlich, um bei den augenblicklich diskutierten Deregulierungs-Maßnahmen Fehlregulierungen zu vermeiden, aber auch, um den Export von Arbeitsplätzen nicht zum Exportschlager werden zu lassen.
Zwecks Intensivierung arbeitsphysiologischer Aktivitäten sollen - mit Unterstützung der Stiftung Arbeitsmedizin - Lieselotte und Dr. Karl Otto Winkler-Stiftung im Rahmen eines Expertensymposiums Maßnahmen zur Förderung praxisnaher arbeitsphysiologischer Aktivitäten ausgearbeitet werden.
Ziel ist auch, arbeitsphysiologische Aktivitäten innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) zusammenzuführen und zu intensivieren, speziell hinsichtlich:
- Erarbeitung eines Konzepts zur Gründung einer "Sektion Arbeitsphysiologie" innerhalb der DGAUM, u.a. mit den Aufgaben: Unterstützung des Organisators der Jahrestagungen, Abhaltung jährlicher Kleinkonferenzen (die es als Einrichtung der DGAUM bereits gibt) oder von "Sommerakademien" zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, weitere Fördermaßnahmen für den Nachwuchs zur Belebung praxisnaher arbeitsphysiologischer Feldforschungen,
- Erarbeitung eines Memorandums zur Definition des Fachgebietes Arbeitsphysiologie sowie zu Empfehlungen für den beruflichen Werdegang zum Arbeitsphysiologen,
- Beratung über ein Memorandum zu Schwerpunkten praxisnaher arbeitsphysiologischer Forschung,
- Beratung über sonstige Vorschläge aus dem Teilnehmerkreis.
In Absprache mit den Kollegen Dr. sc. H. Frauendorf (Berlin), Prof. Dr. Dr. H. Krueger (Zürich) und Prof. Dr. G. Schäcke (Berlin):
gez. Prof. Dr. H.-V. Ulmer, Mainz
2.3. Erläuterungen zur Zielsetzung
An den ( : 06131/393583(85)
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Fax über 06131/393525
Postfach 164460 Email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
45224 Essen
13. August 1996
Erläuterung zur Zielsetzung des Antrags "Experten-Symposium Arbeitsphysiologie" vom 24.6.1996,
Bezug: Ihre Schreiben vom 11. und 18.7.1996 (pb/mey 02 bzw. 07); meine Antwortschreiben vom 16. und 18.7.1996.
Sehr geehrte Damen und Herren,
die im Schreiben vom 16.7.1996 erwähnte Vorstrukturierung des Symposiums, an der sich nach spontaner Bereitschaftserklärung auch Herr Dr. Frauendorf (Berlin) beteiligen wird, ist wie folgt geplant:
Alle Teilnehmer sollen aufgefordert werden, für die drei Punkte der Zielsetzung (siehe Antrag vom 24.6.1996) Thesen oder kurze Stellungnahmen abzugeben. Diese sollen gesammelt, vervielfältigt und ca. zwei Wochen vor der Veranstaltung allen Teilnehmern zugeschickt werden. Damit ist beabsichtigt, die Beratungen nicht bei Null beginnen zu lassen und auf die Belange einer praxisnahen Arbeitsphysiologie als Teilgebiet der Arbeitsmedizin gemäß Zielsetzung zu konzentrieren.
Beim derzeitigen Stand der Vorbereitung würde der Antragsteller Ulmer folgende Thesen bzw. Stellungnahmen bzw. Vorschläge exemplarisch in die Debatte einbringen:
1. Zu Punkt 1 der Zielsetzung
In der DGAUM als einer verschiedene Disziplinen integrierenden Gesellschaft gibt es derzeit noch keine Sektionen; sie sind in der Satzung vom 19.5.1992 auch nicht vorgesehen. Eine Differenzierung zeichnet sich allerdings durch die Seminare anläßlich der Jahrestagungen (1996: 6) und Kleinkonferenzen (s. Anlage 1) der Gesellschaft ab. Regelmäßig wiederkehrende Titel der Sitzungen auf den Jahrestagungen lassen ebenfalls eine deutliche Differenzierung erkennen. Auch ohne förmliche Satzungsänderung sollte es möglich sein, diese erkennbare Differenzierung durch Gründung einer Sektion "Arbeitsphysiologie" (und weitere, je nach Bedarf) zu formalisieren.
Vorschlag: Interessierte Mitglieder der DGAUM vereinbaren eine Sektion "Arbeitsphysiologie" innerhalb der Gesellschaft mit folgenden Aufgaben:
- Kristallisationspunkt ist eine jährliche Kleinkonferenz (s. auch Anlage 1), bei der sich die Hälfte aller Beiträge auf die Umsetzung arbeitsphysiologischer Erkenntnisse in die Praxis beziehen sollte.
- Zwecks Nachwuchsförderung werden bei Bedarf einwöchige "Sommerakademien" durchgeführt, bei denen die Diskussion über laufende Projekte im Sinne von Werkstattgesprächen und die Behandlung fortbildender Grundsatzthemen im Vordergrund stehen.
- Auf Wunsch des Tagungspräsidenten wirkt die Sektion bei der Programmgestaltung der Jahrestagungen zum Gebiet "Arbeitsphysiologie" mit. Durch Ausweisung einer Sitzung "Arbeitsphysiologie für die Praxis" soll zu Forschungen auf diesem Gebiet ermuntert werden.
- Auf der jeweiligen jährlichen Kleinkonferenz werden ein Sprecher und sein Stellvertreter benannt, die die anfallenden Arbeiten innerhalb der Sektion und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand koordinieren.
2. Zu Punkt 2 der Zielsetzung
Vorschlag: Das Fach Arbeitsphysiologie und der Werdegang zum Arbeitsphysiologen wären zwischen folgenden Polen zu diskutieren:
- Physiologie mit dem Schwerpunkt Arbeitsphysiologie (ggf. nur als Facharzt für Physiologie),
- Facharzt für Arbeitsmedizin mit einer anschließenden Spezialisierung zum Arbeitsphysiologen.
3. Zu Punkt 3 der Zielsetzung
These: Praxisnahe arbeitsphysiologische Forschung muß sich mehr als bisher auf die Feldforschung stützen und dabei über das Methodenrepertoire der klassischen Arbeitsphysiologie hinausgehen (also über Herzfrequenz, Energieumsatz und Elektromyogramm hinaus). Daher sollten auch psychophysiologische bzw. sinnesphysiologische Fragestellungen mit ihrem jeweiligen Methodenrepertoire sowie Fragen der motorischen und sensorischen Rehabilitation bis zur Wiedereingliederung am Arbeitsplatz favorisiert werden.
4. Zu Punkt 4 der Zielsetzung
Hierzu sollten auch bereits vor der Sitzung sonstige Vorschläge gesammelt werden.
Mit freundlichen Grüßen gez. H.-V. Ulmer
Anlagen:
- Schreiben der DGAUM bezüglich Kleinkonferenzen (1996: I. Molekulare Marker bei beruflich verursachten Tumoren, II. 5. Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfungsmittel-Kolloquium und III. Dioxinkonferenz)
- Bisheriger Rücklauf der Interessenten für das Expertensymposium Arbeitsphysiologie
- Zum "Genius loci" in Großbothen: Dem Dekan der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig verdanke ich folgendes Zitat von Wilhelm Ostwald: "Wie die Praxis den Anfang aller Wissenschaft bildet, so bildet sie auch ihr Ende. Jede Wissenschaft hat ihre Existenzberechtigung einzig und allein in ihrem sozialen Werte. Die Redensart von der Wissenschaft um ihrer selbst willen ist bereits in ihrer Inhaltslosigkeit gekennzeichnet worden."
3. Arbeitsmappe
14. November 1996
Arbeitsmappe für das Expertensymposium Arbeitsphysiologie vom 22. bis 24.11.96 in Großbothen (Sachsen)
3.1. Rahmen
Motto: "Wie die Praxis den Anfang aller Wissenschaft bildet, so bildet sie auch ihr Ende. Jede Wissenschaft hat ihre Existenzberechtigung einzig und allein in ihrem sozialen Werte. Die Redensart von der Wissenschaft um ihrer selbst willen ist bereits in ihrer Inhaltslosigkeit gekennzeichnet worden" (Wilhelm Ostwald)
4. November 1996
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Anlage übersende ich Ihnen Unterlagen für unsere Tagung. Soweit Ihre e-Mail-Adresse vorliegt, wird aus Kostengründen diese Kommunikation gewählt. Bitte bestätigen Sie mir in diesem Fall den Eingang dieses e-Mails; die Tagungsfassung erhalten Sie dann in Großbothen oder auch schon vorher, wenn Sie dies aus drucktechnischen Gründen wünschen.
Anreise: Großbothen liegt an der B 107 ca. 5 km südlich von Grimma (AB-Abfahrt Nr. 70) und eine Bahnstation hinter Grimma (von Leipzig aus).
Tagungsort: Die Tagung findet in Großbothen auf dem Landsitz Energie, einer Stiftung des sächsischen Nobelpreisträgers Wilhelm Ostwald, unter der Regie der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft statt. Adresse: Grimmaer Str. 25, 04668 Großbothen, Tel.: 034384-71283, Fax: 72691.
Zur Tagung: Die Tagung geht auf eine Anregung von Herrn Dr. Winkler zurück. Sie wird finanziell getragen von der Lieselotte und Dr. Karl Otto Winkler-Stiftung für Arbeitsmedizin im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Der Mäzen, Herr Dr.med. Winkler, wird mit seiner Gattin als Ehrengast an der Tagung teilnehmen.
Rückreise: Tagungsende am Sonntag, 24.11.1996 ca. 12.30 Uhr, anschließend kleines Mittagessen. Zubringer zum Zug ab Großbothen 13.15 bzw. 14.01 Uhr, an Leipzig 14.07 bzw. 14.34 Uhr wird arrangiert.
Zum Ablauf: Wie in den Ihnen früher zugeschickten Unterlagen ausgeführt, soll die Tagung Arbeitsphysiologen und arbeitsphysiologisch tätige Arbeitsmediziner zusammenführen und der Förderung einer praxisnahen arbeitsphysiologischen Forschung dienen. Zu diesem Zweck sollen programmatische Aussagen zu verschiedenen Punkten erarbeitet werden. Daher ist z.Z. jeweils geplant: Zu jedem der im Förderantrag genannten Punkte findet eine Aussprache statt, die in ein Votum münden soll. Nach Abschluß einer jeden Sitzung soll sich ein Formulierungsausschuß (mindestens 3 Personen) zusammensetzen und einen Votumsvorschlag erarbeiten, der dann im Plenum der Abschlußrunden nochmals diskutiert, ggf. modifiziert und schließlich "verabschiedet" werden soll. Dabei wäre auch zu klären, was anschließend mit den Voten geschehen soll.
Nachfolgend finden Sie das vorläufige Programm, die Teilnehmerliste und Thesen (schriftlich von den Teilnehmern eingereichte und von den Organisatoren eingebrachte) für die Diskussion.
Auch im Namen der Mitorganisatoren Frauendorf und Krueger freue ich mich auf die Begegnungen mit Ihnen in Großbothen.
Ihr H.-V. Ulmer
Segel der Hoffnung
Barst im Sturm der Mast deines Segels der Hoffnung, richte stärkeren auf;
zerbricht er dir auch, ergreife dein Segel und halte es selbst in den Wind.
Kräfte, du hast um sie nicht gewußt, wachsen in dir, du wirst stehen,
wirst fortan halten dein Segel der Hoffnung durch Wetter und Zeiten.
Dr.med. Gerda A. Kirmse, Mannheim
3.2. Programm
Programm (Stand 7.11.1996) für das Expertensymposium Arbeitsphysiologie
in Großbothen (Sachsen) vom 22. - 24. November 1996
Freitag, 22. November 1996
15.00 Uhr Kaffeetrinken, Vorstellungsrunde
16.00 Uhr Eröffnung, Programmbesprechung
16.15 Uhr Überlegungen zu einer praxisnahen Arbeitsphysiologie (K.O. Winkler)
16.30-18.45 Uhr 1. Sitzung: Sektion Arbeitsphysiologie innerhalb der DGAUM? Gründung? Aufga-
ben?
19.00 Uhr Abendessen, anschließend gemütliches Beisammensein
Sonnabend, 23. November 1996
ab 08.00 Uhr Frühstück
09.00-10.30 Uhr 2. Sitzung: Memorandum zur Definition des Fachgebiets Arbeitsphysiologie sowie
zum Werdegang von Nachwuchs-Arbeitsphysiologen
10.30-11.00 Uhr Kaffeepause
11.00-12.30 Uhr 3. Sitzung: Praxisnahe arbeitsphysiologische Forschung: Möglichkeiten zur Einbin-
dung praxisrelevanter Fragestellungen in die arbeitsphysiologische Forschung.
12.30-14.00 Uhr Mittagspause
14.00-15.30 Uhr 4. Sitzung: Institutionalisierung arbeitsphysiologischer Forschungsergebnisse bzw.
Konzepte: Berufsgenossenschaften und Verband dt. Betriebs- und Werksärzte
15.30-17.00 Uhr Führung durch das Wilhelm-Ostwald-Archiv und -Gedenkstätte, anschließend
Kaffeepause
17.00-18.30 Uhr 5. Sitzung: Gesprächsrunde über diverse eingereichte Themen
18.30-19.00 Uhr Zwischenbilanz, Ausblick auf die Abschlußrunden des nächsten Tages
19.15 Uhr Abendessen, anschließend gemütliches Beisammensein
Sonntag, 24. November 1996
ab 08.00 Uhr Frühstück
09.00-10.30 Uhr Abschlußrunde I: Endgültige Formulierung und Beschlußfassung zu den Memoranden
10.30-11.00 Uhr Kaffeepause
11.00-12.30 Uhr Abschlußrunde II: Endgültige Formulierung und Beschlußfassung zu den Memoranden
12.30 Uhr Ende der Tagung, anschließend kleines Mittagessen
3.3. Thesen für die Diskussion
1. Konzept zur Gründung einer Sektion Arbeitsphysiologie in der DGAUM
- Die Satzung der DGAUM sieht zur Zeit keine Differenzierung in Sektionen, Arbeitsgruppen, Arbeitsgemeinschaften etc. vor. Daher kann nur ein Konzeptvorschlag erarbeitet werden.
Contra Sektionen:
- Zersplitterung der DGAUM in immer mehr auseinanderlaufende Sektionen mit Verlust der Integrationsfähigkeit der DGAUM,
- ggf. Satzungsänderung nötig.
Pro Sektionen:
- Bessere Repräsentation arbeitsmedzinischer Teilgebiete auf dem Jahreskongreß und auf Kleinkonferenzen der DGAUM, auch angesichts der Größe der DGAUM,
- bessere Kommunikation und Nachwuchsförderung, u.a. durch wechselseitige Hospitationen und regionale Kolloquien innerhalb arbeitsmedizinischer Teilgebiete, auch als Beitrag zur "bestmöglichen arbeitsmedizinischen und umweltmedizinischen Betreuung der Bevölkerung (Art. 2 c der Satzung),
- wenn ja, Aufgabenkatalog beschließen?
2a. Definition des Fachgebietes Arbeitsphysiologie
Als Diskussionsbeitrag: Arbeitsphysiologie beinhaltet die Erfassung und Bewertung aktueller physischer, psychischer sowie handlungs- und verhaltensbezogener Änderungen eines Arbeitnehmers durch die Arbeit. "Aktuell" bedeutet dabei die Erfassung und Bewertung von Veränderungen, die innerhalb und durch eine Arbeitsschicht ausgelöst werden.
2b. Werdegang zum Arbeitsphysiologen
Facharzt für Arbeitsmedizin mit Spezialisierung (z.B. Zertifikat der DGAUM) oder gar Zusatzbezeichnung Arbeitsphysiologie und bzw. oder Physiologe (ggf. FA für Physiologie) mit Spezialisierung und gleicher Zusatzbezeichnung Arbeitsphysiologie?
- An welchen Instituten?
- In beiden Fällen Zuständigkeit für Curricula? Anerkennung durch Bundesärztekammer?
- Darüberhinaus auch als Zusatzbezeichnung für weitere Fachärzte (Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Rehabilitationsmedizin)?
3. Förderung praxisnaher Forschung
Feldforschung
- einschließlich Ergonomie,
- einschließlich Motorik/Sensomotorik/Sensorik,
- einschließlich Psychophysiologie.
Feldforschung ausgerichtet auf
- Rehabilitation (motorisch-sensorischer Bereich),
- Wiedereingliederung am Arbeitsplatz,
- Gesundheitsförderung.
Arbeitsphysiologisches Methodenrepertoire: nicht nur Herzfrequenz, Energieumsatz, EMG, aber was noch? Diskussionsvorschlag in der Anlage (SCHREINICKE).
Aktuelle Themenschwerpunkte
- Votum ja oder nein?
- Einarbeitungszeit an neuen Arbeitsplätzen,
- Doppelbelastung am Arbeitsplatz,
- Nacht- und Schichtarbeit mit Bezügen zum Melatonin,
- Heben und Tragen,
- psychomentale Belastung,
- Arbeitsplatzbegehung,
- der junge bzw. der alte Arbeitnehmer,
- endokrines System und Arbeit,
- Immunsystem und Arbeit,
- Wechselbeziehungen zwischen Arbeits- und Sportphysiologie.
4. Institutionalisierung arbeitsphysiologischer Forschungsergebnisse und Konzepte
- In Gremien der Berufsgenossenschaften,
- Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte.
5. Weitere Diskussionsthemen (bisher eingereicht)
- Graduiertenkolleg Arbeitsphysiologie,
- Sonderforschungsbereich Arbeitsphysiologie,
- Hospitationsprogramm Arbeitsphysiologie,
- Publikationsmedien für die Arbeitsphysiologie.
3.4. Teilnehmerliste
Ehrengäste: Dr.med. K. O. Winkler, Arzt für Arbeitsmedizin, und Gattin, Mozartstraße 9, 47800 Krefeld
Ehrenstein, Dr. W. H., Institut für Arbeitsphysiologie, Ardeystraße 67, 44139 Dortmund, Tel. 0231/1084274, Fax 0231/1084401,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Engel, Prof.Dr. P., Fachgebiet f. Arbeitsphysiologie und Rehabilitationsforschung, Robert-Koch-Straße 7a, 35037 Marburg, Tel. 06421-282335/6, Fax: 282334,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Frauendorf, PD Dr. sc. H., Berliner Wasser-Betriebe -Betriebsärztlicher Dienst- Eisenzahnstraße 36, 10709 Berlin, Tel. 0308644-6656, Fax: - 6619
Griefahn, Frau Prof. Dr. B., Institut für Arbeitsphysiologie, Ardeystraße 67, 44139 Dortmund, Tel. 0231/1084 221, Fax: 400,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Krueger, Prof.Dr.Dr. H., Institut für Arbeitsphysiologie und Hygiene, ETH Zürich, ETH-Zentrum, CH 8092 Zürich, Tel.: 0041-1-6323973, Fax: 6321173,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
, http://www.iha.bepr.ethz.ch
Litschauer, Frau Dr. B. in Vertrg. von Frau Prof.Dr. A. Kafka-Lützow, Inst. f. Allg. u. Vergleichende Physiologie der Univ. Wien, Schwarzspanierstr. 17, A 1090 Wien, Tel. 0043/1-4058168, Fax 40480428
Pfister, Doz. Dr. E., Inst. f. Arbeitsmed. u. Hygiene, Med. Fakultät der Universität, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, Tel. 0391-67-15057,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
v. Restorff, OTA Prof.Dr. W., Abteilung IV - Ergonomie, Ernst-Rodenwaldt-Institut, Viktoriastraße 11-13, 56068 Koblenz, Tel. 0261/3071350, Fax: 0261/3071306
Scheuch, Prof.Dr. K., Inst. u. Polikl. f. Arbeits- und Sozialmedizin, TU Dresden, Fetscherstraße 74, 01307 Dresden, Tel. 0351-4582491, Fax 4313
Schreinicke, Prof.Dr. G., Inst. f. Arbeits- u. Sozialmedizin, Univ. Leipzig, Liebigstraße 27, 04103 Leipzig, Tel. 0341-9715400, Fax 9715409
Schwaberger, Prof., Dr. G. H., Physiologisches Institut der Karl-Franzens-Universität Graz, Harrachgasse 21, A-8010 Graz, Tel. 0043-316-380-4263, Fax: 9630
Strasser, Prof.Dr. H., Universität-GH-Siegen, Paul-Bonatz-Str. 9-11, 57068 Siegen, Tel. 0271/740-4629 oder -4406, Fax 0271/740-2740,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Ulmer, Prof.Dr. H.-V., FB 26, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Saarstraße 21, 55099 Mainz, Tel. 06131/393583/85, Fax 06131/393525,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Wirth, Doz. Dr. D., Inst. f. Humanbiologie u. Biopsychologie, TU Dresden, Mommsenstraße 13, 01069 Dresden, Tel. 0351-463-3356, Fax: - 7274,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Assistenz: Schlykowa, Frau Dr. L., ehemals Physiologisches Institut der Universität Leipzig
"Korrespondierende Teilnehmer":
Cavonius, Prof.Dr. C. R., Institut für Arbeitsphysiologie, Ardeystraße 67, 441139 Dortmund,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Kafka-Lützow, Prof.Dr. A., Wien - siehe Litschauer
Piekarski, Prof.Dr. C., Vizepräsident der DGAUM, Inst. f. Arbeitswissenschaften, Ruhrkohle AG, Wengeplatz 1, 44369 Dortmund, Tel. 0231-3151564 (65), Fax: 315 1626
Schäcke, Prof.Dr. G., Inst. f. Arbeitsmedizin, FU Berlin, Ostpreußendamm 111, 12207 Berlin, Tel. 0307139000-0, Fax 0307126041
H. Frauendorf, H. Krueger, H.-V. Ulmer
4. Eröffnungsansprache
Das Schiff "Arbeitsmedizin" befindet sich in stürmischer See, der langjährige wärmende Golfstrom namens ASIG ist versiegt. Die arbeitsphysiologische Mannschaft befindet sich in besonders schwieriger Situation innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinde sowohl der Arbeitsmediziner, als auch der Physiologen. Zusammenrücken ist angesagt, um gemeinsam für eine vom Aussterben bedrohte Arbeitsphysiologie aufzutreten. Dazu gehören Geschlossenheit und Einigkeit, aber auch programmatisches Auftreten und die Ausrichtung der Arbeitsphysiologie auf die Praxis der Arbeitswelt. Einen programmatischen Startschuß hat der Vizepräsident der DGAUM, Herr Kollege PIEKARSKI, auf dem diesjährigen Kongreß in Wiesbaden gegeben; er hat auch unser hiesiges Vorhaben von Anfang an begleitet und bedauert sehr, daß er heute aus zwingenden Gründen nicht dabei sein kann und sich nur mit einem herzlichen Gruß begnügen muß. Rückwind für unser wichtiges Anliegen kommt von einem Mäzen, dessen Bescheidenheit ich kenne. Daher möchte ich mich nur einmal bei Ihnen, sehr geehrter Herr Kollege WINKLER, ganz herzlich bedanken. Ihr tatkräftiges Plädoyer für eine praxisnahe arbeitsphysiologische Forschung soll uns durch die ganze Tagung begleiten. Nutzen wir also die Gunst der Stunde und hoffen wir nicht nur auf die Zukunft der Arbeitsphysiologie, sondern tun wir etwas dafür! Ergreifen wir das Segel der Hoffnung!*
22.11.1996 H.-.V. ULMER
* Vergl. Arbeitsmappe, Seite 5
5. Beschlüsse
5.1. Aktionsprogramm*
- Mitteilung an die in Frage kommenden Fachgesellschaften über die Bereitschaft, innerhalb der jeweiligen Gesellschaft Aufgaben und Pflichten zur Förderung arbeitsphysiologischer Belange zu übernehmen und die Kommunikation zu arbeitsphysiologischen Fragestellungen zwischen den Fachgesellschaften und weiteren Gremien untereinander zu fördern.
- Angebot an die jeweiligen Fachgesellschaften bezüglich Gesprächskreisen für Arbeitsphysiologie und bezüglich der Organisation wissenschaftlicher Sitzungen auf den jeweiligen Jahrestagungen.
- Anfrage wegen Aushängens eines Plakats oder Verteilung von Handzetteln mit dem Grundsatzprogramm "Zentraleuropäisches Forum Arbeitsphysiologie" auf der jeweils nächsten Jahrestagung.
- Angebot an den Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, einen Gesprächskreis im Herbst 1997 mit dem Thema "Fragen aus der Praxis, Antworten von Arbeitsphysiologen" zu organisieren.
- Kontaktausbau zu den universitären Instituten für Arbeitsmedizin und/oder Physiologie im Zusammenhang mit der geplanten Vorlesung "Arbeits- und Sportphysiologie", sobald diese endgültig beschlossen ist.
- Entwicklung eines Curriculums für diese geplante Vorlesung "Arbeits- und Sportphysiologie".
- Anschließend Abfassen eines entsprechenden Taschenbuchs für Studierende der Medizin.
- Dreitägiges Postgraduierten-Seminar für den arbeitsphysiologischen Nachwuchs.
- Curriculum für eine postgraduale Zertifizierung einer arbeitsphysiologischen Qualifikation.
- Methodenfibel" für die Praxis.
- Eine Mitgliederliste wird auf einer offenen Homepage (nur ablesbar, zugänglich im Internet über www des Züricher Instituts) von Herrn Krueger geführt und betreut. Eintragungen werden in Zürich vorgenommen. Teilnahmebekundungen und ggf. Textvorschläge können konventionell und durch Internet bzw. www an die Herren Krueger oder Ulmer gerichtet werden. Start der Homepage mit der korrigierten Teilnehmerliste der Großbothener Tagung und dem Grundsatzprogramm. Alle Mitglieder sorgen dafür, daß die Homepage des Forums auf anderen einschlägigen Homepages adressiert wird.
Nachtrag:
1. Die Diskussion ließ erkennen, daß das Grundsatzprogramm von den Organisatoren der Tagung im Anschluß an Erledigung der Positionen 1 - 3 zur Veröffentlichung eingereicht werden soll, nämlich
a) an die Zeitschrift Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Umweltmedizin,
b) an das Zentralblatt für Arbeitsmedizin,
c) Zeitschrift für Arbeitswissenschaft,
d) Mitteilungsblatt der Arbeitshygieniker.
2. Kongreß des Verbandes der Betriebs- und der Werksärzte vom 14.-17. Oktober 1997 in Suhl (Thüringen).
* Fassung vom 16.12.1996
5.2. Aufgabenverteilung*
1. Bezüglich der Kontaktaufnahme zu den Fachgesellschaften folgende Kontaktpersonen: GfA: Strasser und Krueger
DGAUM: Scheuch und Griefahn
Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte ("Berufsverband"): Ulmer und Frauendorf
Schweiz: Krueger
Österreich: Litschauer und Schwaberger
Inhalte der Kontaktaufnahme: Verbreitung des Grundsatzprogramms sowie Nr. 1, 2 und 3 des Aktionsprogramms, speziell das Angebot der Organisation arbeitsphysiologischer Gesprächskreise bzw. Sitzungen auf den jeweiligen Kongressen.
2. Ansprechpartner bei arbeitsphysiologischen Fragestellungen sind für das nächste Jahr die jeweiligen, o.g. Kontaktpersonen.
3. Frauendorf und Ulmer unterbreiten dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte für den Kongreß vom 14. - 17. Oktober 1997 ein Angebot für einen arbeitsphysiologischen Gesprächskreis.
4. Herr Pfister wird gebeten, Herrn Prof. Hartmann anzusprechen (ehemaliger Lehrstuhlinhaber in Magdeburg, jetzt in Hamburg bei der Bau BG): Wenn er sich dem Forum Arbeitsphysiologie anschließen will, sollte eine solche Willensbekundung auch unterstützt werden, möglichst mit einer Einbindung in den o.g. Gesprächskreis des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte auf dem Herbstkongreß in Suhl.
5. Kontaktausbau zu den Instituten für Arbeitsmedizin sowie für Physiologie im Zusammenhang mit der geplanten Vorlesung: Frau Griefahn, Herr Scheuch und Herr Schreinicke werden auf der nächsten Sitzung der Ordinarien für Arbeitsmedizin das Forum und die o.g. Vorlesung zur Sprache bringen.
6. Alle Forumsmitglieder werden zu einer Sitzung eingeladen, auf der das Curriculum für diese Vorlesung dann, wenn es so weit ist, beraten und beschlossen werden soll.
7. Herr Scheuch sagt zu, mit Unterstützung durch Herrn Wirth im Sommer 1997 das Postgraduierten-Seminar für den Nachwuchs zu organisieren. Verschiedene, preisgünstige Möglichkeiten wurden dabei erörtert. Aus diesem Anlaß soll auch die nächste Tagung der Mitglieder des Forums (eintägig davor oder danach) stattfinden, ggf. mit dem Hauptthema Curriculum (Nr. 6 des Aktionsprogramms) und mit einleitenden Hauptvorträgen für die Sitzungen des Postgraduierten-Seminars.
Aktionsprogramm und Aufgabenverteilung wurden am 24.11.1996 in Großbothen (Sachsen) von den nachstehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern einmütig erstellt und beschlossen:
W. H. Ehrenstein (Dortmund), P. Engel (Marburg), H. Frauendorf (Berlin),
B. Griefahn (Dortmund), H. Krueger (Zürich), B. Litschauer (Wien),
E. Pfister (Magdeburg), W. v. Restorff (Koblenz), K. Scheuch (Dresden),
G. Schreinicke (Leipzig), G. H. Schwaberger (Graz), H. Strasser (Siegen),
H.-V. Ulmer (Mainz), K. O. Winkler (Krefeld), D. Wirth (Dresden)
*Fassung vom 16.12.1996
5.3. Gründungsbeschluß*
In Großbothen (Sachsen) trafen sich vom 22.-24.11.1996, gefördert von der Stiftung Arbeitsmedizin - Lieselotte und Dr. Karl Otto Winkler-Stiftung, arbeitsphysiologisch tätige Wissenschaftler und Praktiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Gründung eines "Forum Arbeitsphysiologie".
Das Forum fördert arbeitsphysiologische Forschung und Entwicklung.
Die Teilnehmer verstehen Arbeitsphysiologie als eine Wissenschaftsdisziplin, die Grundlagenwissen zu den physiologischen Gesetzmäßigkeiten des tätigen Menschen für die Analyse, Bewertung und Gestaltung menschengerechter Arbeit liefert. Sie leistet Beiträge für den präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz unter ganzheitlicher Berücksichtigung physiologischer, psychischer und sozialer Reaktionen und Prozesse, und zwar unter den jeweiligen technischen, organisatorischen, sozialen und ökonomischen Randbedingungen vor, während und nach der Arbeit. Ziel arbeitsphysiologischer Forschung ist es, Erkenntnisse über Reaktionen und Aktionen im Sinne einer Anpassung der Arbeit an den Menschen sowie einer langfristigen Gesundheitsförderung umzusetzen. Sie entwickelt und validiert u.a. speziell für die Praxis geeignete physiologische, subjektiv orientierte und handlungsorientierte Methoden zur Erfassung der Beanspruchung und zur Prüfung der Leistungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit des Menschen.
Das Forum bietet eine Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Die Mitglieder des Forums erarbeiten Qualifikationskriterien, fördern den Austausch zwischen ihren Instituten und bieten regelmäßig Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten an.
Das Forum fördert den wissenschaftlichen und den praxisrelevanten Erfahrungsaustausch.
Die Mitglieder des Forums sehen einen erheblichen Entwicklungsbedarf zur Belebung des wechselseitigen Dialogs zwischen Forschung und Praxis. Die Arbeitsphysiologie ist ein angewandtes Fach, das auf Umsetzung angewiesen ist; deshalb sind neue Formen zur Stützung dieses Dialogs zu finden.
Das Forum ist um die arbeitsphysiologische Fortbildung bemüht.
Die Mitglieder des Forums haben Defizite bei der arbeitsphysiologischen Fortbildung erkannt. Im Hinblick auf die Änderungen in der Arbeitswelt und die gestellten Anforderungen ist es deshalb wichtig, Inhalte und Methoden arbeitsphysiologischer Fortbildung neu zu definieren und einen Anforderungskatalog zu erarbeiten.
Das "Forum Arbeitsphysiologie" ist offen für alle an arbeitsphysiologischer Forschung und Lehre Interessierten. Die Mitglieder des Forums stehen als Ansprechpartner für arbeitsphysiologische Probleme und Fragen zur Verfügung.
Dieses Grundsatzprogramm wurde von den nachstehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 24.11.1996 in Großbothen/Sachsen einmütig erstellt und beschlossen:
K. Scheuch (Dresden), G. Schreinicke (Leipzig), G. H. Schwaberger (Graz), H. Strasser (Siegen),
H.-V. Ulmer (Mainz), K. O. Winkler (Krefeld) und D. Wirth (Dresden)
Kontaktadressen:
Prof. Dr. H.-V. Ulmer, Mainz, email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Prof. Dr.Dr. H. Krueger, Zürich, email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
World Wide Web: http://www.iha.bepr.ethz.ch/arbphys/
6. Abschließendes Rundschreiben
Sportphysiologische Abteilung
Prof.Dr.med. H.-V. Ulmer
An die ( : 06131/393583(85)
Kolleginnen und Kollegen Fax über 06131/393525
Cavonius, Ehrenstein, Engel, Griefahn, Kafka-Lützow, Email:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Krueger, Litschauer, Pfister, Piekarski und Wirth
per e-mail
sowie
Frauendorf, Hartmann, von Restorff, Schäcke, Scheuch, Schreinicke, Schwaberger, Strasser, Weber und Winkler (bitte ggf. e-mail-Adresse mitteilen)
durch Post
Nachrichtlich: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
3. Februar 1997
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nunmehr liegt die Endversion unseres "Gründungsbeschlusses" für das Forum Arbeitsphysiologie vor. In der Anlage ist ein Exemplar beigefügt, es kann mit der aktuellen Mitgliederliste unseres Forums auch in der von Herrn Krueger dankenswerterweise schnell eingerichteten Homepage (siehe Adresse unten auf dem Anlageblatt) abgerufen werden. Nunmehr sollten wir die weiteren Schritte gemäß Aktionsprogramm und Aufgabenverteilung angehen, also:
- Die offizielle Kontaktaufnahme mit den Fachgesellschaften (Punkt 1 der Aufgabenverteilung),
- Kontaktaufnahme mit den örtlichen Instituten für Arbeits- und Sozialmedizin sowie Physiologie (Punkt 5 des Aktionsprogramms),
- Vorbereitung für das Postgraduiertenseminar (Punkt 8 des Aktionsprogramms).
Herr Kollege Scheuch hat die ersten Vorerkundungen für das Postgraduiertenseminar durchgeführt. Im Gespräch ist eine preiswerte Tagungsmöglichkeit im Raum Dresden im Zeitrahmen zwischen dem 15.9. und 23.9. mit Bevorzugung 22. + 23.9.1997. Bitte stimmen Sie Ihre Mitarbeiter schon jetzt auf diese Veranstaltung und den Terminrahmen ein. Die älteren Forumsmitglieder sollten prüfen, inwieweit sie als Diskutanten oder ggf. auch Mitgestalter zur Verfügung stehen und dies ggf. Herrn Scheuch mitteilen.
Demnächst werde ich noch einen kurzen Abschlußbericht fertigstellen, der allen Forumsmitgliedern zugehen soll. Aus Portogründen wird dies eventuell ohne Begleitschreiben geschehen. Nach Aussendung des Abschlußberichts erachte ich dann das von der Winkler-Stiftung so segensreich geförderte Vorhaben als abgeschlossen. Das Schiff Forum Arbeitsphysiologie ist dann vom Stapel gelaufen. Bauen wir es aus, damit es bald auf große Fahrt gehen und dabei auch rauherer See standhalten kann.
Mit den besten Wünschen
Ihr H.-V. Ulmer
7. Forum Arbeitsphysiologie im Internet
Ab Dezember 1996 können Informationen, Dokumentationen und die Mitgliederliste im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden:
Die elektronischen Seiten werden im Institut von Herrn Prof.Dr.Dr. H. Krueger (ETH Zürich) durch Herrn Urs Meile betreut und geführt.
8. Mitgliedschaft
8.1. Erwerb der Mitgliedschaft
Gemäß Gründungsbeschluß ist das Forum für alle an arbeitsphysiologischer Forschung und Lehre Interessierten offen. Einer Interessentin wurde auf ihren "Antrag" mitgeteilt: "Unser Forum ist ein offenes Forum, ein förmliches Aufnahmeverfahren gibt es nicht. Erwartet wird jedoch eine hohe Bereitschaft zur Konsensfindung und auch spontanes Engagement je nach den Möglichkeiten eines jeden Mitglieds.
Kontaktpersonen: Prof.Dr.Dr. H. Krueger, Zürich und Prof. Dr. H.-V. Ulmer, Mainz
8.2. Mitgliederliste: Forum Arbeitsphysiologie (Stand: Mai 1997)
- *Cavonius, Prof.Dr. C. R., Institut für Arbeitsphysiologie, Ardeystraße 67, D-441139 Dortmund, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- *Ehrenstein, Dr. W. H., Institut für Arbeitsphysiologie, Ardeystraße 67, D-44139 Dortmund, Tel. 0231/1084274, Fax 0231/1084401, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- Danuser, Frau Dr. B., Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie , ETH Zürich, ETH-Zentrum, CH-8092 Zürich, Tel.: 0041-1-6323986, Fax: 6321173, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , http://www.iha.bepr.ethz.ch/
- *Engel, Prof.Dr. P., Fachgebiet f. Arbeitsphysiologie und Rehabilitationsforschung, Robert-Koch-Straße 7a, D-35037 Marburg, Tel. 06421-282335/6, Fax: 282334, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- Erley, Dr. O. M., Ernst-Rodenwaldt-Institut, Laborabteilung IV, Viktoriastrasse 11-13, D-56068 Koblenz
- *Frauendorf, PD Dr. sc. H., Berliner Wasser-Betriebe -Betriebsärztlicher Dienst- Eisenzahnstraße 36, D-10709 Berlin, Tel. 030-8644-6656, Fax: -6619
- *Griefahn, Frau Prof. Dr. B., Institut für Arbeitsphysiologie, Ardeystraße 67, D-44139 Dortmund, Tel. 0231/1084 221, Fax: 400, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- Hartmann, Prof. Dr. B., Bau-Berufsgenossenschaft Hamburg, Arbeitsmedizinischer Dienst, Holstenwall 8-9, D-20355 Hamburg, Tel. 040-35000220, Fax: -396
- *Kafka-von Lützow, Prof.Dr. A., Inst. f. Allg. u. Vergleichende Physiologie der Univ. Wien, Schwarzspanierstr. 17, A-1090 Wien, Tel. 0043/1-4058168, Fax: - 40480428
- Knöpfel, D., Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, TU Dresden, Universitätsklinikum, Fetscherstr. 74, D-01307 Dresden
- Knothe, Frau Dr. M., Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, TU Dresden, Universitätsklinikum, Fetscherstr. 74, D-01307 Dresden
- *Krueger, Prof.Dr.Dr. H., Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie , ETH Zürich, ETH-Zentrum, CH 8092 Zürich, Tel.: 0041-1-6323973, Fax: 6321173, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , http://www.iha.bepr.ethz.ch/
- Läubli, Dr. Th., Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie , ETH Zürich, ETH-Zentrum, CH-8092 Zürich, Tel.: 0041-1-6323973, Fax: 6321173, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , http://www.iha.bepr.ethz.ch/
- *Litschauer, Frau Dr. B., Inst. f. Allg. u. Vergleichende Physiologie der Univ. Wien, Schwarzspanierstr. 17, A 1090 Wien, Tel. 0043/1-4058168, Fax 40480428
- Menozzi, Dr. M., Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie , ETH Zürich, ETH-Zentrum, CH-8092 Zürich, Tel.: 0041-1-6323981, Fax: 6321173, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , http://www.iha.bepr.ethz.ch/
- Naumann, Doz. Dr. H.-J., Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, TU Dresden, Universitätsklinikum, Fetscherstr. 74, D-01307 Dresden
- *Pfister, Doz. Dr. E., Inst. f. Arbeitsmed. u. Hygiene, Med. Fakultät der Universität, Leipziger Straße 44, D-39120 Magdeburg, Tel. 0391-67-15057, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- Pongratz, OTA Dr. H., Flugmediz. Institut der Luftwaffe, Leiter Abteilung III, Postfach 1264/KFL, D-82242 Fürstenfeldbruck, Tel. 0049 8141 9621, Fax: - 41678, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- Reitemeier, Prof. Dr. B., Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, TU Dresden, Universitätsklinikum, Fetscherstr. 74, D-01307 Dresden
- *Restorff, OTA Prof.Dr. W. von, Abteilung IV - Ergonomie, Ernst-Rodenwaldt-Institut, Viktoriastraße 11-13, D-56068 Koblenz, Tel. 0261/3071350, Fax: - 3071306
- Rüdiger, Dr. H., Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, TU Dresden, Universitätsklinikum, Fetscherstr. 74, D-01307 Dresden
- *Scheuch, Prof.Dr. K., Inst. u. Polikl. f. Arbeits- und Sozialmedizin, TU Dresden, Fetscherstraße 74, D-01307 Dresden, Tel. 0049 351 458 2491, Fax 0049 351 458 4313
- *Schreinicke, Prof.Dr. G., Inst. f. Arbeits- u. Sozialmedizin, Univ. Leipzig, Liebigstraße 27, D-04103 Leipzig, Tel. 0341-9715400, Fax 9715409
- *Schwaberger, Prof., Dr. G. H., Physiologisches Institut der Karl-Franzens Universität Graz, Harrachgasse 21, A-8010 Graz, Tel. 0043-316-380-4263, Fax: 9630
- Seibt, Frau Dr. R., Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, TU Dresden, Universitätsklinikum, Fetscherstr. 74, D-01307 Dresden
- *Strasser, Prof.Dr. H., Universität-GH-Siegen, Paul-Bonatz-Str. 9-11, D-57068 Siegen, Tel. 0271/740-4629 oder -4406, Fax: - 2740, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- *Ulmer, Prof.Dr. H.-V., FB 26, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Saarstraße 21, D-55099 Mainz, Tel. 06131/393583(85), Fax 06131/393525, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
- Weber, Priv.-Doz.med. H., Gerbergasse 4, D-01662 Meißen, Tel. u. Fax: 03521/454449
- Welsch, OTA Dr. H., Abteilung II - Flugphysiologie, Flugmedizinisches Institut der Flugwaffe, Steinborner Strasse 43, D-01936 Königsbrück, Tel. 035795/42522, Fax: 31982.
- *Winkler, Dr.med. K. O., Arzt für Arbeitsmedizin, Mozartstraße 9, D-47800 Krefeld, Tel. 02151-599234, Fax: 02151-598628
- *Wirth, Doz. Dr. D., Inst. f. Humanbiologie u. Biopsychologie, TU Dresden, Mommsenstraße 13, D-01069 Dresden, Tel. 0351-463-3356, Fax: - 7274, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
"Korrespondierende Teilnehmer" des Symposiums Arbeitsphysiologie in Großbothen
Piekarski, Prof.Dr. C., Vizepräsident der DGAUM, Inst. f. Arbeitswissenschaften, Ruhrkohle AG, Wengeplatz 1, D-44369 Dortmund, Tel. 0231-3151564 (65), Fax: - 1626,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Schäcke, Prof.Dr. G., Inst. f. Arbeitsmedizin, FU Berlin, Ostpreußendamm 111, D-12207 Berlin, Tel. 0307139000-0, Fax: - 7126041
Mainz, 2. Juni 1997:
H. Frauendorf (Berlin) H. Krueger (Zürich) H.-V. Ulmer (Mainz)