Geleitwort des Tagungspräsidenten 2008

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Dr. med. Xaver BaurSehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

das  Ordinariat für Arbeitsmedizin/ „Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin“ richtet im Auftrag des Vorstands der „Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin
und Umweltmedizin  (DGAUM)“
die 48. Wissenschaftliche Jahrestagung
vom 12.- 15. März 2008 in Hamburg aus.
       
    

Im deutschsprachigen Raum ist dies der wichtigste und zentrale arbeitsmedizinische Kongress. An den vier Kongresstagen werden ca. 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im CCH erwartet, darunter Arbeits- und Umweltmediziner, Betriebs- und Werksärzte, Vertreter der Berufsgenossenschaften,  von Arbeitsschutzeinrichtungen und Behörden, sowie zahlreiche Europäische Fachgesellschaften und der Präsident der „International Commission on Occupational Health (ICOH)“, Prof. Dr. Jorma Rantanen. Die ICOH wird am Rande der DGAUM – Jahrestagung ihr Mid-term meeting abhalten.

Das vielseitige und interessante wissenschaftliche Programm mit hochkarätigen Expertinnen und Experten wird ergänzt durch vertiefende Seminare und Foren, Exkursionen, eine Fachausstellung sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Die Arbeitsmedizin muss im Vergleich zu anderen Fachrichtungen ihre Unabhängigkeit, ihre Qualifikation und Objektivität in ungleich komplexeren Strukturen sichern. Sie nimmt ihre Aufgabe im unmittelbaren Spannungsfeld von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen ebenso wahr, wie in der scientific community,  in der  Politikberatung bei Gesundheitsbehörden, Sozialpartnern und vor der Öffentlichkeit. Dies führt immer wieder zu Fragen nach Richtlinien und Grundsätzen für die eigene berufliche Handlungsweise. Eines von drei Hauptthemen des Kongresses ist daher die „Ethik in der Arbeitsmedizin“

Das zweite große Thema „ arbeitsbedingte Hautkrankheiten“ widmet sich dieser am häufigsten angezeigten Berufskrankheit. Hierzu finden sich derzeit in Deutschland zahlreiche Aktivitäten, über die ein hoher Diskussionsbedarf besteht.

Ein dritter Schwerpunkt wird die „Maritime Medizin – eine komplexe arbeitsmedizinische Herausforderung“ sein.  Das „Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin“ in Hamburg ist das einzige arbeitsmedizinische Institut in Deutschland, das über eine eigene Arbeitsgruppe „Schifffahrtsmedizin“ verfügt. Es erhielt soeben für vier weitere Jahre die Wiederernennung  als „WHO Collaborating Centre for the Health of seafarers“.

Von daher besteht hier ein herausgehobenes Interesse den wissenschaftlichen Austausch auf diesem Gebiet über Deutschland hinaus zu fördern.

Erstmals wird der Kongress zudem durch die verstärkte Einbeziehung internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachgesellschaften und Institute sowie mit einem Europäischen Satellitensymposium gezielt Themen mit besonderer EU-Relevanz zum Gegenstand haben. Hierzu gehören REACh, Praxistransfer, Nanotechnologie, muskeloskelettale Erkrankungen und der Stellenwert von Vorsorgeuntersuchungen.

Wie bei den vorausgegangenen Kongressen wird der Bundesminister für Arbeit und Soziales die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Ich freue mich zusammen mit Ihnen auf die vielen interessanten Beiträge und Diskussionen, die uns in unserer Aufgabenwahrnehmung sicher hilfreich sein werden.

Hamburg ist eine hervorragende Kongressstadt. Das Kongresszentrum CCH liegt mitten in der City, von wo aus Sie in fünf Minuten direkt zur Binnenalster, zum Jungfernstieg und Rathaus oder zu Hamburgs größter innerstädtischer Mall (Europapassage) flanieren können.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr



Prof. Dr. med. Xaver Baur